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Burg Clam
Sperken 1
4352 Clam
museum(at)burgclam.com
http://www.burgclam.com/

Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
1. Mai bis 31. Oktober
Täglich 10:00 bis 16:30 Uhr (Beginn der letzten Führung)


Angebote und Führungen finden Sie HIER.

Carl Philip Clam-Martinic spricht über seine Bienen und seine Fische.

Kategorie: Oberösterreich

Carl Philip Clam-Martinic lud uns zu sich nach Hause auf die Burg Clam ein und verschaffte uns einen faszinierenden Einblick in den Alltag eines modernen „Burg-Managers“, der auch für das umliegende Wald- und Forstgebiet sowie dessen Bewohner verantwortlich ist. Mit Herz, Hirn und Charme führt er bereits in der dreiundzwanzigsten Generation die Burg und ihren dazugehörigen Besitz im südöstlichen Mühlviertel.

Bekannt wurde die Burg Clam durch die zahlreichen einzigartigen Konzerte, die seit nunmehr 25 Jahren auf dem Areal unterhalb der Burg veranstaltet werden. Musikgrößen wie der im Vorjahr verstorbene Joe Cocker, Bryan Adams oder Eros Ramazzotti gaben sich bei den Open-Air-Veranstaltungen in den letzten Jahren ein Stelldichein. Einen Besucherrekord schaffte Herbert Grönemeyer 1996 mit nicht weniger als 13 000 Fans. Zum 25-jährigen Jubiläum der Clam Concerts kommt er übrigens diesen Sommer (15. Juni) wieder, denn für einen internationalen Künstler ist die Burg Clam schon lange kein Geheimtipp mehr, sondern es ist eine Ehre, vor dieser großartigen Kulisse auftreten zu dürfen.

Die Geschichte der Burg selbst ist auch nicht zu verachten. Seit 560 Jahren ist die gräfliche Familie Clam hier ansässig; auf einer Burg, die zwar „oft belagert, aber niemals eingenommen“ wurde, wie Carl Philip Clam-Martinic, Geschäftsführer und Eigentümer, nicht ohne Stolz betont. Neben der gut erhaltenen, eindrucksvollen mittelalterlichen Architektur können die Gebäude daher auch mit historischen und stimmungsvollen Inneneinrichtungen aufwarten. Zahlreiche Mitglieder der Familie Clam, deren Geschichten die Burgmauern bis heute beherbergen, machten sich als verdiente Feldherren und erfolgreiche Politiker auf höchsten Ebenen einen Namen.

Die Räumlichkeiten der Burg wurden schon früh der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Dennoch ist es ein laufender Betrieb, der stets erneuert werden muss und mit der Zeit zu gehen hat.“ Auf unsere Frage, welches denn das neueste Teil der Burg darstellt, antwortet der Graf schmunzelnd: „Ich glaube, das muss die Gegensprechanlage beim Burgtor sein.“ Auch vor ihm macht die moderne Technik sozusagen nicht Halt und erleichtert ihm den Alltag in diesen alten Mauern.

Zu entdecken gibt es viel auf der Burg Clam, denn eigentlich steht fast jeder Raum den Besucherinnen und Besuchern offen. Carl Philip Clam-Martinic bewohnt mit seiner Frau Stephanie und den Kindern überschaubare 120 Quadratmeter der Burg. Unter der Woche arbeitet und wohnt seine Frau mit den Kindern hauptsächlich in Wien, wo sie ihrem Job als Fondsmanagerin nachgeht und die Kinder die Schule besuchen. Der Burgherr hingegen pendelt zwischen Oberösterreich und Wien hin und her und sieht dies nicht als lästige Pflicht, sondern als angenehme Abwechslung.

Auch außerhalb der Burgmauern wartet genug Arbeit auf den Grafen. Es gilt nicht nur Wald und Forst zu versorgen – auch die darin lebenden Bewohner wollen gehegt und gepflegt werden. Während sich sein Bruder Georg, sozusagen als Jäger der Familie, hauptsächlich um das Wild kümmert, widmet sich Carl Philip Clam-Martinic seinen Fischen und Bienen. Letztere ermöglichen es ihm, hauseigenen Honig zu produzieren; die Fische hingegen sind erst seit Kurzem seine neue Leidenschaft.

Den ganzen Artikel können Sie in der Ausgabe 01/2015 nachlesen.